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Neuigkeiten aus den Verhandlungen des Gemeinderates Wettswil a.A.

Strategieprozess gestartet

Der Gemeinderat hat beschlossen, die strategische Ausrichtung der Gemeinde grundlegend zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Damit soll die Legislaturplanung 2026–2030 auf eine langfristig tragfähige und breit abgestützte Grundlage gestellt werden. Ziel des Prozesses ist die Erarbeitung einer klar formulierten Vision sowie einer langfristigen Gemeindestrategie. Diese soll als verbindlicher Orientierungsrahmen für künftige Entscheide dienen und die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde sichern. Dem Gemeinderat ist es wichtig, die Bevölkerung in geeigneter Form in diesen Prozess einzubeziehen. Die entsprechenden Beteiligungsmöglichkeiten werden zu gegebener Zeit kommuniziert. Für die externe Begleitung des Strategieprozesses hat der Gemeinderat einen Kredit von CHF 25'000.00 bewilligt. Der Auftrag für die Beratungsdienstleistungen wurde an die Firma Federas AG vergeben.

Littering und Sprayereien auf Gemeindegebiet

Der Gemeinderat und die Primarschulpflege stellen fest, dass auf dem Gemeindegebiet von Wettswil a.A. vermehrt Fälle von Littering und unerlaubten Sprayereien auftreten. Diese Entwicklung
gibt Anlass zur Sorge, weshalb die Behörden geeignete Massnahmen prüfen und umsetzen werden. Widerhandlungen werden konsequent zur Anzeige gebracht. Die Beseitigung von Abfällen und insbesondere die Behebung von Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum verursachen erhebliche Kosten. Gemeinderat und Primarschulpflege erwarten, dass öffentliche Anlagen, insbesondere auch das Naturschutzgebiert rund um die Ziegelweiher, Schulareale sowie aber auch Privateigentum mit dem erforderlichen Respekt behandelt werden. Sie appellieren an die Einwohnerinnen und Einwohner, insbesondere an Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern, Verantwortung zu übernehmen und aktiv dazu beizutragen, Verschmutzungen und Sachbeschädigungen zu verhindern. Zudem werden die Einwohnerinnen und Einwohner gebeten, Beobachtungen sofort bei der Polizei zu melden.

Ersatzbeschaffung Fahrzeug

Die Gemeinde erneuert ein zentrales Einsatz- und Transportfahrzeug der Werkbetriebe. Das bisher eingesetzte Fahrzeug, steht seit rund 15 Jahren im Dienst der Gemeinde und hat in dieser Zeit zuverlässig zur Aufgabenerfüllung beigetragen. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters sind jedoch kostenintensive Reparaturen notwendig. Der Gemeinderat hat deshalb für die Ersatzbeschaffung einen Kredit von CHF 73'000.00 inkl. MWST bewilligt. Gestützt auf die Ziele des Energieleitbildes hat der Gemeinderat die Beschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs beschlossen.

Ortsbus – Haltestellennetz wird beibehalten

Mit dem Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) am 1. Januar 2004 wurde die Grundlage für einen schrittweise, hindernisfreien Zugang zu Anlagen des öffentlichen Verkehrs geschaffen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Jahren vertieft mit dem bestehenden Haltestellenkonzept des Ortsbusses auseinandergesetzt. Dabei wurden sowohl die möglichen baulichen Anpassungen an den einzelnen Standorte als auch die mögliche Aufhebung einzelner Haltestellen geprüft. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen und Transportunternehmen wurden in den vergangenen Jahren für vier Haltestellen konkrete Vorprojekte erarbeitet. Die entsprechende öffentliche Mitwirkung fand vom 26. August bis 25. September 2023 statt. Die rund 40 eingegangenen Rückmeldungen aus der Bevölkerung richteten sich weniger gegen die geplanten baulichen Anpassungen als gegen das Haltestellenkonzept insgesamt, insbesondere gegen die vorgesehenen Aufhebungen einzelner Haltestellen. Der Gemeinderat nahm diese Rückmeldungen zum Anlass, sämtliche Haltestellen nochmals gesamthaft zu analysieren und für jeden Standort eine Verhältnismässigkeitsprüfung vorzunehmen. Diese vertieften Abklärungen ermöglichen eine sorgfältige Würdigung der im Mitwirkungsverfahren geäusserten Anliegen. Die Überprüfung ist inzwischen abgeschlossen. Der Gemeinderat hat das bereinigte Haltestellenkonzept mit der Verhältnismässigkeitsprüfung genehmigt. Gemäss diesem Konzept werden die Umbauprojekte der Haltestellen «Schürli»,
«Beerimoos», «Oberhusen», «Eggächer» und «Strumbergächer» weiterverfolgt. Auf die Aufhebung bestehender Haltestellen sowie auch auf die baulichen Anpassungen bei den weiteren Haltestellen des Ortsbusses wird gestützt auf die Ergebnisse der Mitwirkung und der vorgenommenen Verhältnismässigkeitsprüfungen bis auf Weiteres verzichtet.

Sanierung der Wege und Zugangsrampe beim Friedhof «Heissächer»

Die bestehenden Wege sowie die südwestliche Zugangsrampe im Haupteingangsbereich des Friedhofs «Heissächer» weisen alters- und witterungsbedingte Schäden auf. Der Zustand hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert, weshalb eine umfassende Sanierung erforderlich ist. Ziel der Sanierungsmassnahme ist es, die Sicherheit und die hindernisfreie Zugänglichkeit dauerhaft zu gewährleisten sowie den Werterhalt der Anlage sicherzustellen. Der Gemeinderat hat sich für die Variante «Wiederverwendung der Pflästerung» entschieden und damit die deutlich kostengünstigere Lösung gegenüber einer vollständigen Erneuerung gewählt. Die Aufträge wurden zu rund CHF 150'000.00 für die Sanierung der Wege sowie rund CHF 25'000.00 für die Erneuerung der Rampe beim Eingangsbereich an die Walo Bertschinger AG aus Dietikon vergeben.

Zukunft des Werkgebäudes wird umfassend geprüft

Das Werkgebäude der Gemeinde Wettswil a.A. stammt aus dem Jahr 1970 und weist einen erheblichen Erneuerungsbedarf aus. In den kommenden Jahren stehen verschiedene kostenintensive
Sanierungsmassnahmen an, darunter eine Dach- und Fassadensanierung, Verbesserung der Wärmedämmung, Fensterersatz sowie die Erneuerung der Heizungsanlage. Bevor konkrete Investitionen ausgelöst werden, soll geprüft werden, ob das bestehende Gebäude in seiner heutigen Form noch den aktuellen und künftigen Anforderungen an einen Werkbetrieb entspricht. Angesichts des erwarteten überdurchschnittlichen Wachstums der Gemeinde in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stellt sich die Grundsatzfrage, ob eine umfassende Sanierung zweckmässig ist oder ob ein Abbruch mit anschliessendem Neubau langfristig die nachhaltigere Lösung darstellt. Der Gemeinderat hat deshalb die Unternehmung Basler & Hofmann AG aus Zürich mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese soll die bauliche und betriebliche Realisierbarkeit, die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die finanziellen Auswirkungen einer Sanierung im Vergleich zu einem Neubau transparent aufzeigen und als fundierte Entscheidungsgrundlage dienen.

Teilrevision Nutzungsplanung und Quartierplanung Weierächer-Grabmatten – Weiteres Vorgehen

An der Urnenabstimmung vom 30. November 2025 haben die Stimmberechtigten die Initiative in Form der allgemeinen Anregung zur «Durchführung der Urnenabstimmung über die
Teilrevision der Nutzungsplanung Weierächer-Grabmatten mit Erschliessungsvariante Lenggenweg» angenommen. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben ist spätestens 18 Monate
nach Annahme einer Initiative in dieser Form eine konkret ausgearbeitete Umsetzungsvorlage zur Abstimmung zu bringen. Der Gemeinderat aufgrund dessen das Ingenieurbüro Wälter
Willa (gpw), Affoltern a.A., mit der Erarbeitung der erforderlichen Anpassungen des Zonenplans sowie der weiteren planerischen Grundlagen beauftragt. Nach Abschluss der fachlichen
Arbeiten und Durchführung der notwendigen Verfahrensschritte ist vorgesehen, den Stimmberechtigten die detaillierte Vorlage voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 zu unterbreiten.

Sanierung und Erweiterung Streethockeyplatz

Die Streethockeyanlage auf dem Sportplatz Im Moos wurde vor rund 14 Jahren erstellt und weist inzwischen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Neben der Instandsetzung der bestehenden
Infrastruktur ist eine Vergrösserung des Spielfelds vorgesehen, da die aktuelle Platzdimension den geltenden Liga-Anforderungen nicht mehr entspricht. Der Streethockeyclub beteiligt sich substantiell an den Gesamtprojektkosten von rund CHF 500'000.00. Dank Sponsorenbeiträgen, Crowdfunding, gebildeten Rückstellungen sowie Darlehen kann der Verein neben den geplanten Eigenleistungen ein Beitrag von über CHF 200'000.00 leisten. Das Sportamt des Kantons Zürich unterstützt das Vorhaben ausserdem voraussichtlich mit einem Beitrag von rund CHF 86'000.00 aus dem kantonalen Sportfonds. Zudem beteiligen sich weiter die drei Unteramtsgemeinden mit namhaften Beiträgen am Projekt. Der Gemeinderat hat den Projektauftrag genehmigt, den Gemeindebeitrag von CHF 110'000.00 sowie ein Darlehen an den Streethockeyclub von CHF 50'000.00 bewilligt und die entsprechenden Arbeitsvergaben beschlossen. Der Beginn der Bauarbeiten ist ab Mitte Mai 2026 vorgesehen.

Entfernung und Ersatz der Kastanienbäume vor dem Gemeindehaus

Die beiden Kastanienbäume vor dem Haupteingang des Gemeindehauses prägen seit vielen Jahren das Erscheinungsbild des Vorplatzes. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass das Wurzelwachstum zunehmend Schäden an der angrenzenden Infrastruktur verursacht. Eine der umliegenden Mauern weist bereits mehrere Zentimeter breite Risse auf, die auf den Wurzeldruck zurückzuführen sind. Zudem werden die Pflastersteine im Bereich des Fusswegs angehoben, wodurch sich vermehrt Stolperstellen bilden. Ebenso müssen in der Folge Schäden am Gebäude (Gemeindehaus) erwartet werden. Nach eingehender Prüfung ist eine nachhaltige Lösung ohne Entfernung der bestehenden Bäume leider nicht möglich. Die Entfernung erfolgt somit aus sicherheits- und unterhaltsrelevanten Gründen. Der Gemeinderat bedauert diesen Schritt ausdrücklich. Als Ersatz sind Neupflanzungen mit Baumarten vorgesehen, deren Wurzelverhalten besser auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt ist. Damit soll der Charakter des Vorplatzes erhalten und gleichzeitig künftigen Schäden vorgebeugt werden. Für die Entfernung der bestehenden Bäume sowie die Ersatzpflanzungen hat der Gemeinderat einen Kredit von rund CHF 5'000.00 bewilligt.

Pumptrack – kein geeigneter Standort gefunden

Der Gemeinderat hat sich bereits im Jahr 2021 mit der Realisierung eines Pumptracks befasst. Im Jahr 2023 wurde das Anliegen aufgrund eines Schreibens einer Schülerin erneut aufgenommen
und vertieft geprüft. In der Folge wurden erneut verschiedene potenzielle Standorte auf dem Gemeindegebiet sorgfältig evaluiert. Dabei wurden insbesondere auch Flächen im Eigentum der Primarschulgemeinde in die Prüfung einbezogen. Der Gemeinderat hat dazu Gespräche geführt, Abklärungen vorgenommen und die Rahmenbedingungen eingehend beurteilt.
Trotz dieser Bemühungen konnte in Abstimmung mit der Primarschule kein Standort identifiziert werden, der den unterschiedlichen Anforderungen und Interessen gerecht wird. Der
Gemeinderat nimmt zur Kenntnis, dass unter den aktuellen Voraussetzungen keine tragfähige Lösung gefunden werden konnte. Das Projekt wird deshalb sistiert. Sollte sich künftig eine geeignete
Möglichkeit ergeben, wird der Gemeinderat das Anliegen erneut prüfen.

Im Weiteren hat der Gemeinderat…

  • unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung 7 Personen (davon 4 Kinder) in das Bürgerrecht der Gemeinde Wettswil a.A. aufgenommen. Die Gesuchstellende stammen aus Polen, Thailand, Slowakei und dem Vereinigten Königreich.
  • das durch die Holinger AG, Zürich, überarbeitete Generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP 2024) genehmigt und zur Einleitung des kantonalen Genehmigungsverfahrens an das AWEL weitergeleitet.
  • die neuen Tarife der Kinderspitex KIFA genehmigt
  • vom Bericht der SUVA-Kontrolle beim Werkdienst der Gemeinde Kenntnis genommen. Es wurde festgestellt, dass bereits zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen korrekt umgesetzt werden um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Einige wenige Optimierungsmassnahmen werden zeitnah umgesetzt.
  • die Rechtskraft der kommunalen Ergebnisse der Urnenabstimmung vom 30. November 2025 festgestellt
  • eine interne Weisung betreffend den Umgang mit KI-Textgeneratoren verabschiedet
  • für den Ersatz der Beleuchtung auf den beiden Fussballtrainingsplätzen durch eine LED-Anlage einen Kredit von rund CHF 85'000.00 inkl. MWST bewilligt, der Unternehmung Zumtobel Licht AG, Zürich, den entsprechenden Auftrag erteilt sowie festgehalten, dass durch die zeitgleiche Ausführung mit der Sanierung des Streethockeyplatzes Synergien genutzt werden sollen.
  • für die Erneuerung der Wasserleitung Im Schürli die Baumeisterarbeiten an die Firma MAD Bau AG, Steinhausen, die Rohrlegearbeiten an die Berger AG, Wettswil, sowie die Ingenieurarbeiten an das Ingenieurbüro Holinger AG, Zürich, vergeben.
  • für die Erneuerungsmassnahmen im öffentlichen Teilbereich des Haldensteigs Kredite in der Höhe von CHF 51'000.00 für die Strassenbaumassnahmen sowie rund CHF 24'400.00 für die Beleuchtungs- und Grabarbeiten bewilligt.
  • im Bereich Wasserversorgung für die Anschaffung zusätzlicher Trinkwasserschläuche sowie für entsprechende Schlauchbrücken einen Kredit in der Höhe von rund CHF 17'500.00 genehmigt. Die Anschaffungen dienen als Ergänzung des bisherigen Materials für die Notfallversorgung.
  • für die Anschaffung eines neuen Speeddisplays einen Kredit in der Höhe von rund CHF 4'500.00 bewilligt
  • zur geplanten Festlegung (Reorganisation) der Betreibungskreise Stellung genommen
  • zur geplanten Revision des kantonalen Waldentwicklungsplanes 2025 Stellung genommen